Strafrecht

Als erfahrene Strafverteidiger stehen Herr Rechtsanwalt Joachim Baumann und Herr Rechtsanwalt Daniel Brunkhorst immer auf der Seite ihrer Mandanten. Sie wahren Ihr Recht auf ein faires Verfahren. Vom Ermittlungsverfahren über eine effektive Strafverteidigung in einem Strafprozess bis zur Berufung und Revision.

In kaum einem anderen Rechtsgebiet wie das Strafrecht ist eine gute Kommunikation zwischen dem Rechtsanwalt und seinem Mandanten so wichtig, um Sie bis zum Ende erfolgsversprechend zu vertreten. Rechtsanwalt Joachim Baumann und Rechtsanwalt Daniel Brunkhorst beraten und verteidigen Sie in Ihrem jeweiligen Einzelfall mit Herzblut, Empathie und Menschenkenntnis.

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Beide Strafverteidiger verfügen über viel Erfahrung in diesem Rechtsgebiet sowie einer umfassenden Kenntnis über die geltende Rechtslage. Sie setzen sich konsequent mit Engagement für Sie ein!

Was ist Strafrecht?
Strafrechtliche Normen legen die Voraussetzungen strafbaren Handelns fest und bestimmen, welche Sanktionen dafür verhängt werden dürfen. Strafrecht ist das schwerste Schwert des Staates. Es gilt als letztes Mittel (Ultima Ratio), um ein geordnetes Zusammenleben der Menschen zu sichern.

Aber der Eingriff in die Rechte des Bürgers darf niemals ohne Grund erfolgen. Das Strafverfahren ist Punkt für Punkt geregelt und der Beschuldigte hat eine Vielzahl von Rechten. Denn eine strafrechtliche Sanktion ist der empfindlichste Eingriff, den der Staat gegenüber einem Menschen vornehmen kann. 

  • Das Strafgesetzbuch kennt Freiheitsstrafen bis zur lebenslangen Inhaftierung – zum Beispiel für Mord.
  • Besonders häufig werden Geldstrafen verhängt, insbesondere im Strafbefehlsverfahren. Geldstrafen sind in Millionenhöhe möglich.
  • Auch Berufsverbote, der Entzug der Fahrerlaubnis, die Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt oder Entziehungsanstalt können aufgrund einer Straftat verhängt werden.

Dabei sind es nicht nur die Strafen, die der Beschuldigte in einem Strafverfahren befürchten muss. Auch das Bekanntwerden des Vorwurfs und das Verfahren selbst können einen Menschen schwer belasten. Ein Strafverfahren kann ein Leben ruinieren. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an auf einen erfahrenen Strafverteidiger zu setzen. Nur so können Sie Ihre Rechte als Beschuldigter effektiv schützen.

Gründe für eine Strafverteidigung
Weil strafrechtliche Maßnahmen, die schon mit einer Anhörung beginnen, das Leben eines Beschuldigten erheblich belasten können, ist eine konsequente Verteidigung so früh wie möglich angeraten. Denn wer sich vonseiten der staatlichen Strafverfolgungsorgane einem Verdacht ausgesetzt sieht, hat meist wenig juristisches Hintergrundwissen. 
  • De facto besteht keine Waffengleichheit zwischen Ankläger und Richter auf der einen und dem Beschuldigten auf der anderen Seite.
  • Erst ein Rechtsanwalt als Strafverteidiger ist in der Lage, diese Waffengleichheit herzustellen.

Sobald der Betroffene mit einer Anhörung oder einer Vorladung zur Polizei konfrontiert wird, ist strafrechtliche Unterstützung vonnöten. Denn im schlimmsten Fall drohen schon im Ermittlungsverfahren Hausdurchsuchung und Haftbefehl. Einschnitte in die Freiheit setzen schon vor einem rechtskräftigen Urteil ein.

Diese zwei Punkte sollte jeder Beschuldigte unbedingt beachten: 

  1. Machen Sie keine Aussage gegenüber der Polizei und anderen Strafverfolgungsorganen zur Sache. Das gilt auch für vermeintliche Kleinigkeiten. Sie sind nur zur Angabe Ihrer Personalien verpflichtet.
  2. Verlangen Sie vor jeder Einlassung, mit einem Strafverteidiger Ihrer Wahl zu sprechen.

Allein diese zwei Punkte können schon darüber entscheiden, in welche Richtung das Strafverfahren läuft: Freispruch oder Verurteilung. Kein Richter darf es negativ bewerten, wenn Sie von Ihrem gesetzlichen Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen.

Was macht einen guten Strafverteidiger aus?

Ein guter Strafverteidiger zeichnet sich dadurch aus, dass seine Tätigkeit effektiv ist. Er arbeitet zielgerichtet und parteiisch im Sinne seines Mandanten. Der Strafverteidiger verfügt über Erfahrung, Fachwissen und Fingerspitzengefühl.

Eine Strafverteidigung kann bereits im Ermittlungsverfahren Erfolge erzielen. Hier hilft ein guter Strafverteidiger, dass Vorwürfe gar nicht erst öffentlich werden. 

  • So kann das Verfahren frühzeitig beendet werden, wenn sich der Tatverdacht nicht erhärtet.
  • Aber auch sonst gibt es Möglichkeiten, ein Verfahren zu beenden, ohne dass es zu einem öffentlichen Hauptverfahren im Strafprozess kommt.

Oft stellt sich schon am Anfang eine grundsätzliche Frage: Ist eine Kooperation mit Staatsanwaltschaft und Gericht im Sinne des Mandanten möglich? Oder eröffnen eine harte Kante und deutliche Worte bessere Erfolgsaussichten? Bei der Beurteilung dieser Strategiefrage nutzt ein guter und erfahrener Strafverteidiger alle Chancen. Und vermeidet gleichzeitig alle Risiken. Selbstverständlich wird jeder Schritt in Zusammenarbeit mit dem Mandanten beschlossen.

Wie läuft eine Strafverteidigung ab?

Der Beschuldigte kann sich in jeder Lage des Verfahrens des Beistandes eines Verteidigers bedienen (§ 137 StPO). So unmissverständlich bringt das Gesetz das Recht einer effektiven Verteidigung des Beschuldigten auf den Punkt.

Je eher ein Strafverteidiger zurate gezogen wird, umso höher sind die Erfolgsaussichten und umso besser lassen sich Eingriffe in die Grundrechte frühzeitig vermeiden. 

  • Das Ermittlungsverfahren liefert die Grundlagen für einen Strafprozess vor Gericht. Bereits hier werden die Weichen in Richtung Freispruch oder Verurteilung gestellt. Der Strafverteidiger kann bereits in diesem Stadium darauf hinwirken, dass es zu keinem Hauptverfahren kommt.
  • Im Hauptverfahren selbst kommt es in erster Linie auf die Beweiswürdigung an. Welche im Ermittlungsverfahren gewonnenen Beweise dürfen überhaupt verwendet werden? Wie glaubhaft sind die Zeugenaussagen? Steht die Schuld des Angeklagten wirklich zweifelsfrei fest?
  • Auch gegen ein erstes gerichtliches Urteil gibt es Verteidigungsmöglichkeiten, zum Beispiel die Berufung oder Revision.

Jeder Rechtsanwalt ist verpflichtet, Stillschweigen über alles zu bewahren, was ihm im persönlichen Gespräch mit seinem Mandanten mitgeteilt wird. Der Strafverteidiger macht sich selbst strafbar, wenn er aktiv an der Überführung des Beschuldigten mitwirkt.

Wahlverteidiger oder Pflichtverteidiger?

Pflichtverteidigung heißt, dass ein Strafprozess nicht ohne einen Verteidiger stattfinden darf. Das Gesetz benutzt den Ausdruck notwendige Verteidigung. Als Faustregel gilt: Je schwerer der Vorwurf und die Folgen einer Verurteilung, je komplizierter der Sachverhalt und die Rechtslage, desto eher ist ein Fall der notwendigen Verteidigung gegeben.

§ 140 StPO zählt die Fälle der Pflichtverteidigung auf. Beispiele sind:

  • Ein Verbrechen (Mindestfreiheitsstrafe ein Jahr) ist angeklagt.
  • Der Angeklagte ist in Untersuchungshaft.
  • Das Verfahren findet im ersten Rechtszug vor dem Oberlandesgericht, Landgericht oder Schöffengericht statt.
  • Das Verfahren kann zu einem Berufsverbot führen.
  • Angesichts einer schwierigen Sach- oder Rechtslage ist zu befürchten, dass sich der Angeklagte nicht selbst verteidigen kann.

Der Pflichtverteidiger erhält seine Kosten vom Staat erstattet. Das heißt aber nicht, dass der Angeklagte für seine Strafverteidigung nichts bezahlen muss. Denn im Falle der Verurteilung fordert der Staat den Vorschuss für den Verteidiger vom Verurteilten zurück.

  • Eine Ausnahme gilt natürlich bei einem Freispruch. In diesem Fall trägt der Staat die Kosten des gesamten Verfahrens.

Klar ist: Wenn die Voraussetzungen für eine notwendige Verteidigung vorliegen, geht es um viel. Als Betroffener sind Sie gut beraten, sich an einen Spezialisten für das Strafrecht zu wenden. Denn auch im Fall einer Pflichtverteidigung sind Sie selbstverständlich frei in der Wahl Ihres Strafverteidigers.

Jugendstrafrecht

Das Jugendstrafrecht gilt für Menschen im Alter zwischen 14 und 17, in der Regel auch für 18- bis 20-Jährige. Beim Jugendstrafrecht sind viele Besonderheiten zu beachten. Insbesondere steht hier der Erziehungsgedanke im Mittelpunkt. Sanktionen sollen dem Betroffenen möglichst helfen, ein Leben als Erwachsener ohne Straftaten zu führen.

Deshalb ist das Sanktionensystem des deutschen Jugendstrafrechts dreistufig aufgebaut:

  1. Erziehungsmaßregeln (Weisungen, soziale Trainingskurse, Arbeitsleistungen, Verkehrsunterricht, Täter-Opfer-Ausgleich uvm.)
  2. Zuchtmittel (Verwarnung, Auflagen, Jugendarrest
  3. Jugendstrafe (Freiheitsentzug). Hier gelten im Vergleich zum Erwachsenenstrafrecht geminderte Strafrahmen und ein besonders an dem Erziehungsgedanken orientierter Strafvollzug.

Erziehungsmaßregeln sind keine Strafen im eigentlichen Sinne, sondern sollen den Jugendlichen auf seinem Weg in ein legales Leben als Erwachsener unterstützen.

Ein weiterer Punkt, der bei einer effektiven Verteidigung von Jugendlichen zählt, ist die Orientierung des Strafverfahrens an der Lebenswirklichkeit. Jugendkriminalität ist in den meisten Fällen ein typisches Altersphänomen, das sich mit dem Erwachsenwerden von selbst erledigt. Deshalb ist es Aufgabe eines Verteidigers im Jugendstrafverfahren, möglichst konstruktiv mit Jugendämtern, Sorgeberechtigten und den Strafverfolgungsbehörden zusammenzuarbeiten und stets entlang der Realität von Jugendlichen zu argumentieren und zu verteidigen.

Sexualstrafrecht

Es gibt eine Vielzahl von Handlungen im Zusammenhang mit Sexualität, die der Gesetzgeber unter Strafe gestellt hat. Diese Tatbestände sollen vor allem das Rechtsgut der sexuellen Selbstbestimmung schützen.

Typische Handlungen sind zum Beispiel: 

  • Vergewaltigung
  • Sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch
  • Kinder- und Jugendpornografie
  • Heimliche Bildaufnahmen

Oft steht bei Sexualstraftaten eine einzige Zeugenaussage des vermeintlichen Opfers gegen die Einlassung des Beschuldigten. Falschbeschuldigungen sind nicht selten. Hier ist es die Aufgabe des Strafverteidigers, mit Fingerspitzengefühl vorzugehen, dabei aber konsequent immer die Interessen seines Mandanten im Auge zu behalten.

Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Medien gerade bei diesem Thema oft Gewehr bei Fuß stehen, um mit einer reißerischen Berichterstattung das vermeintliche Leserinteresse zu erfüllen. Vorverurteilungen sind dabei eher die Regel als die Ausnahme. Schon der bloße Vorwurf einer Sexualstraftat kann eine bürgerliche Existenz ruinieren. Deshalb ist es gerade in diesen Fällen besonders wichtig, frühzeitig einen Rechtsanwalt, möglichst einen Spezialisten für das Strafrecht, aufzusuchen. Damit schaffen Sie rechtzeitig eine vertrauensvolle Basis für eine effektive Strafverteidigung.

Selbstverständlich ist jeder Rechtsanwalt – auch bei massivsten Vorwürfen – zu absoluter Verschwiegenheit im Sinne seines Mandanten verpflichtet.

Insbesondere im Sexualstrafrecht gilt: Machen Sie keine Aussage gegenüber der Polizei, aber auch gegenüber möglichen Zeugen, bevor Sie nicht mit einem Rechtsanwalt darüber gesprochen haben.

Kapitalstrafrecht

Kapitalstrafrecht – dieser im Gesetz selbst nicht verwendete Begriff bezeichnet besonders schwere Straftaten, die sich gegen das Leben richten. Die bekanntesten Delikte, die zum Kapitalstrafrecht gezählt werden, sind

  • Mord und Totschlag (§§ 211 und 212 StGB),
  • Körperverletzung mit Todesfolge (§ 227 StGB),
  • Raub und räuberische Erpressung mit Todesfolge (§§ 251 und 255 StGB).
  • Fahrlässige Tötung – auch im Straßenverkehr (§ 222 StGB) 

Der Fokus einer Verteidigung im Kapitalstrafrecht liegt oft auf der Beweiswürdigung. Bei Tötungsdelikten gibt es häufiger als bei anderen Straftaten keine Zeugen. Statistisch überrepräsentiert sind zum Beispiel Tötungen unter Intimpartnern. 

Bei diesen Beziehungsdelikten sind Zeugen nur selten anwesend. Und gerade bei Tötungsdelikten spielen psychische Aspekte für die Schuldfrage eine große Rolle.
  • Welche Beweismittel dürfen überhaupt verwendet werden?
  • Reichen einzelne Indizien aus, um letzte Zweifel zu beseitigen?
  • Befand sich der Beschuldigte in einer psychischen Ausnahmesituation, sodass er letztlich nicht schuldhaft gehandelt hat?
  • Welche Mordmerkmale liegen tatsächlich vor?

Bei der letzten Frage kann es sowohl um einen Freispruch, als auch um eine erhebliche Reduzierung des Strafmaßes gehen.

Das Recht auf Ihrer Seite

Unsere Strafrechtskanzlei verfolgt Ihre Interessen. Wir stellen sicher, dass sich die Strafverfolgungsbehörden im gesamten Lauf des Verfahrens an die Spielregeln halten. Ihre Rechte als Beschuldigter werden von Anfang bis Ende effektiv gewahrt. Aber auch dann, wenn die Staatsanwaltschaft bereits Anklage erhoben hat, können Sie mit unserer kompetenten Hilfe rechnen.

Nehmen Sie deshalb möglichst sofort Kontakt mit uns auf. Wir sind für Sie da.