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Sexualstrafrecht

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Im Sexualstrafrecht geht es um bestimmte strafbare Handlungen, die in einem sexuellen Zusammenhang stehen. Das geschützte Rechtsgut im Sexualstrafrecht ist die sexuelle Selbstbestimmung. Sexualstraftaten sind zum Beispiel:

  • Vergewaltigung (§ 177 StGB),
  • sexueller Missbrauch (§§ 174 ff. StGB), insbesondere Kindesmissbrauch (§ 176 StGB) und sexuelle Belästigung (§ 184i StGB),
  • Handlungen im Zusammenhang mit verbotener Pornografie, insbesondere Kinderpornografie (zum Beispiel Besitz oder Verbreitung pornografischer Schriften), §§ 184 ff. StGB.

Systematik des Sexualstrafrechts

Das Sexualstrafrecht ist sehr komplex und unterliegt ständigen Änderungen. Die Tendenz geht dabei eher zu einer stetigen Ausweitung der Strafbarkeit. Die entscheidenden Regelungen zum Sexualstrafrecht finden sich im 13. Abschnitt des StGB: Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Sie lassen sich wie folgt systematisieren:

  • Sexueller Missbrauch. Darunter fallen sexuelle Handlungen an gesetzlich geschützten Personen, beispielsweise Kinder, Jugendliche, Schutzbefohlene.
  • Sexuelle Belästigung. Das sind bestimmte Handlungen, die mit einer sexuell motivierten Berührung oder Beleidigung verbunden sind
  • Heimliche Bildaufnahmen mit sexuellem Bezug
  • Vergewaltigung und andere sexuelle Übergriffe
  • Jugendschutzdelikte im Internet
  • Besitz, Herstellung und Handel mit verbotenen pornografischen Inhalten

Verteidigung im Sexualstrafrecht

Wenn der Vorwurf einer Sexualstraftat vorliegt und deswegen ein strafrechtliches Verfahren eingeleitet wird, ist es für den Mandanten besonders wichtig, sich von einem Rechtsanwalt verteidigen zu lassen, der auf diesem Gebiet erfahren und spezialisiert ist. Gerade bei Sexualstrafverfahren kommt es auf Kenntnisse in der Aussagepsychologie an. Denn typischerweise gibt es bei einer Vergewaltigung oder einer sexuellen Nötigung oder Belästigung nur einen Zeugen – und dieser ist meist gleichzeitig das vermeintliche Opfer.

Falschbeschuldigungen sind im Sexualstrafrecht nicht selten. Ein erfahrener Anwalt wird sowohl im Ermittlungsverfahren wie bei der Hauptverhandlung mit Fingerspitzengefühl, dabei aber konsequent parteiisch für seinen Mandanten vorgehen.

Kompetente Strafverteidigung im Ermittlungsverfahren

Nicht immer endet ein Sexualstrafverfahren vor Gericht. Es liegt im Sinne des Mandanten, eine öffentliche Gerichtsverhandlung zu verhindern und alle Möglichkeiten auszuloten, eine Einstellung bereits im Ermittlungsverfahren zu erreichen. Denn schon der unbewiesene Vorwurf einer Sexualstraftat kann die bürgerliche Existenz eines Menschen zerstören, wenn dieser Vorwurf an die Öffentlichkeit gelangt. Und allein der Verdacht ist für den Beschuldigten mit starken Eingriffen in seine Grundrechte verbunden. Möglich sind zum Beispiel:

  • Hausdurchsuchung,
  • Vernehmung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht,
  • Beschlagnahme von Gegenständen,
  • Untersuchungshaft.

Gerade deshalb ist es so wichtig, bereits im Ermittlungsverfahren einen kompetenten Strafverteidiger an seiner Seite zu wissen.

Vorverurteilungen und Reputationsschäden abwehren

Eine effektive Strafverteidigung im Sexualstrafrecht ist darauf ausgerichtet, die Möglichkeiten für einen Freispruch und alle Möglichkeiten der Einstellung bereits im Ermittlungsverfahren auszuloten. Besonders wichtig für den Beschuldigten ist dabei, dass der Vorwurf nicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Spezialisierte Strafverteidigung im Sexualstrafrecht ist vertrauensvoll und vorurteilsfrei. Der Beschuldigte sieht sich nicht nur den Strafverfolgungsorganen gegenüber, sondern regelmäßig auch einer Vorverurteilung durch die Öffentlichkeit. Die Freiheit, der Beruf, Ehe und Familie sind in Gefahr.

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Verhalten beim Vorwurf einer Sexualstraftat

Wie sollten Sie sich verhalten, wenn Sie vom Vorwurf einer Sexualstraftat betroffen sind? Beachten Sie unbedingt folgende Punkte:

  • Wenn Sie als Beschuldigter eine Vorladung von der Polizei erhalten haben, müssen Sie dieser nicht nachkommen.
  • In jedem Fall gilt: Machen Sie keinerlei Angaben zur Sache, bevor Sie nicht mit einem Rechtsanwalt als Strafverteidiger im Sexualstrafrecht gesprochen haben.

Im Sexualstrafrecht drohen hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Auch ein Berufsverbot ist gemäß § 70 StGB möglich. Es ist deshalb für Sie als Beschuldigter existenziell, dass Sie vor jeder Einlassung zur Sache einen im Sexualstrafrecht erfahrenen Rechtsanwalt aufsuchen.

Verteidigung im Sexualstrafrecht ist Vertrauenssache

In kaum einem anderen Bereich ist Strafverteidigung Vertrauenssache. Denn gerade im Sexualstrafrecht steht oft alles auf dem Spiel. Als Strafverteidiger werden wir für den Beschuldigten frühzeitig tätig. Dabei gilt es, das Verfahren strategisch im Sinne des Mandanten zu beeinflussen, Vorverurteilungen abzuwehren, die Reputation zu schützen und öffentliche Aufmerksamkeit zu vermeiden.

In keinem anderen strafrechtlichen Bereich ist das Risiko, zu Unrecht verurteilt zu werden, so hoch wie im Sexualstrafrecht. Dies hat verschiedene Gründe:

  • Gerade in Sexualstrafverfahren gibt es häufig Konstellationen, in denen Aussage gegen Aussage steht.
  • Es gibt Fälle, in denen das vermeintliche Opfer erst Tage, Wochen oder Monate nach der Tat Anzeige erstattet und Spuren der Tat nicht mehr nachweisbar sind.
  • Falschbeschuldigungen sind ebenfalls häufig, zum Beispiel nach Trennungen oder aufgrund psychischer Störungen des vermeintlichen Opfers.

Wer nicht bereits im Ermittlungsverfahren auf einen Anwalt setzt, der sich mit der Praxis des Strafverfahrens auskennt, läuft ständig Gefahr, aufgrund von Vorverurteilungen seinen Ruf oder gar seinen Job zu verlieren. Wenden Sie sich deshalb an einen Experten für die Verteidigung im Sexualstrafrecht, der Ihre Interessen von Anfang an erfolgreich vertritt. Um ein Verfahren zu einem guten Ende zu führen, benötigt es juristische Expertise, Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf für eine Verteidigung im Sexualstrafrecht.

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